Tänze Balis

Auf Bali werden die rituellen Tänze der Gemeinde, um das Dorf zu „reinigen” oder Initiationen und Hochzeiten zu feiern, oft einem Schutzgeist gewidmet, der das Wohl des Dorfes sichern soll: Beim Tayuban tanzen und singen professionelle Tänzerinnen abwechselnd mit den männlichen Gästen. Auch der Trancetanz ist weit verbreitet: Jathilan ist ein Kampf zwischen Gruppen von männlichen Reitern. Beim Trancetanz werden oft Masken getragen, von denen angenommen wird, dass sie von mächtigen Kräften erfüllt sind. Die Anhänger des Barong (einem löwenähnlichen Schutzgeist des Dorfes, der normalerweise im Tempel gehalten wird) beweisen auf Bali oft, dass sie im Trancezustand unverwundbar sind. Der Barong-Rangda-Tanz war ein gefährliches Exorzismusritual, bis er in den dreißiger Jahren von dem deutschen Maler Walter Spies in ein Tanzdrama für Touristen abgeschwächt wurde. Ebenso wurde der Chor des Trancetanzes Sanghyang, der auch zur Geisterbeschwörung aufgeführt wurde, in den Kecak umgewandelt, der dann gemeinsam mit dem Ramayana vorgeführt wurde. 


(Beispiel)
Barong

Im Barong-Tanz wird der Kampf zwischen Gut und Böse dargestellt. Während die Hexe Rangda versucht, Zwietracht unter den Männern eines Dorfes zu säen, versucht Barong, ein mythisches Wesen, die Männer zu besänftigen und einen Kampf zu verhindern. In Bali gibt es eine reiche Tradition an verschiedenen Formen von Tanz und Theater.